Das kleinblättrige Knopfkraut (Galinsoga parviflora) oder auch Franzosenkraut ist ein Neophyt, also eine Pflanze, die ursprünglich nicht in Norddeutschland vorkommt. Allerdings sind daran vermutlich nicht wirklich Napoleons Truppen schuld, wie die Legende behauptet, nach der das Kraut seinen volksmündlichen Namen hat. Die Ursprünge der Knopfkräuter liegen in Mittel- und Südamerika. Sie haben sich in der Tat zur Zeit der napoleonischen Kriege ind Europa verbreitet.

In Gärten ein klassiches „Unkraut“ verbreitet es sich rasch über Samen, die mit kleinen Haken an Fell oder Keidung hängen bleiben. Es eignet sich als Gemüse und Salat, wird in seiner Heimat Kolumbien auch als Gewürzpflanze verwendet. Laut Wikipedia wurde es auch schon mal landwirtschaftlich angebaut.  Wenn man nur sicher sein könnte, dass kein Hund sein Geschäft auf die Pflanze verrichtet hat, könnte man mal probieren …

Franzosenkraut eignet sich angeblich als unbedenkliche Futterpflanze z. B. für Kaninchen (liebe Kaninchinfreunde, checkt das bitte noch mal, bevor Ihr füttert), kompostiert gut und lässt sich zu Düngejauche verarbeiten. Einen Schmetterling, dessen Raupen von der Pflanze leben, kenne ich nicht. Wenn es überhand nimmt, darf man es meines Erachtens gern aus den Beeten rupfen.