Mit ihren zarten kleinen Blüten verzaubert derzeit das Veilchen den Garten an außergewöhnlichen Orten. Man muss es ein bisschen suchen – noch. Denn wahrscheinlich werden die Veilchen, die jetzt noch schüchtern am Friesenwall oder in anderen schattigen Ecken vereinzelt blühen sich ordentlich verwildern und vermehren. Es gibt übrigens etwa 500 verschiedene Arten. Am Bekanntesten im heimischen Garten sind vermutlich Stiefmütterchen und die kleineren Hornveilchen. Um welches es sich hier bei uns im Stephanusgarten handelt, kann ich nicht genau sagen.

Das Veilchen hat nicht nur von jeher in Dichtung und Poesiealben Einzug gehalten. Es wird auch als Heilpflanze geschätzt und wurde schon in der Antike und der griechischen Sagenwelt verehrt. „Der Gattungsname Viola ist der lateinische Diminutiv des griechischen ion, ursprünglich vion. Ion, einer der Gründer Athens, soll von Nymphen mit den niedlichen Blumen beschenkt worden sein.“ (aus: Im Garten – Wörterpracht vor meiner Tür, Susanne Wilborg, Duden)

Das Veilchen macht damit der Rose ordentlich Konkurrenz. Schön, dass sie sich im Stephanusgarten als „blaues Frühlingsauge“ angesiedelt hat.

Violett blühende Veilchen auf dem Boden