Seit Ende Oktober blühen sie am Eingang Lutterothstraße im Beet am Zaun zur Kirche, die Herbst-Chrysanthemen. Von manchen als Omablume belächelt, machen sie doch ziemlich was her in einem Garten, der sich langsam zum Winter schlafen legt. Die Pflanze stammt aus Asien, in China wird sie schon seit dem fünften Jahrhundert vor Christus angebaut. Bei uns in Europa gibt es die Stauden in verschiedenen Zuchtvarianten schon seit dem 17. Jahrhundert – eine Neuheit sind sie in der Tat nicht.

Ob die im Stephanunsgarten botanisch nun (chrysantemum indicum) oder doch Garten-Chrysantemen (chrysanthemum x grandiflorum) sind, weiß ich nicht sicher.Zuchtformen auf jeden Fall, Hybriden.

Umgangssprachlich werden Herbst-Chrysanthemen auch als Herbs- oder Winterastern bezeichnet. Chrysanthemen sind sicher keine Astern, entfernt verwandt sind sie als Korbblütler schon, aber nur sehr weit. Wir haben auch ein paar Astern im Stephanusgarten, die sind aber dies Jahr so zart, dass sie fast untergehen. Die Chrysanthemen kann man recht gut an ihren Blättern erkennen, sie sind gefiedert oder gelappt, „handförmig“ liest man manchmal. Ich finde, der Geruch ist auch sehr typisch.

Einen besonderen Nutzen hat die Blume nicht – außer dass sie hübsch aussieht. Wikipedia berichtet davon, dass sie in der Naturheilkunde verwendet werde und als luftreinigend gelte. Allerdings auch, dass man gegen sie allergisch reagieren kann.

Man muss ja aber auch nicht alles essen wollen. Es sein denn, man ist eine Achateule, ein Nachtfalter. Dessen Raupen fressen Chrysanthemen.