Was für ein Name! Steinbrech, das muss eine knallharte brutale Pflanze sein – oder doch nicht?

Saxifraga bryoides sieht gar nicht so gewalttätig aus. Angeblich haben schon die Römer aus der Tatsache, dass die Pflanzen auch gut und gern in Felsspalten wachsen, den falschen Schluss gezogen, dass sie die Felsen auch zersprengen würden. Das tun sie nicht, aber sie wachsen sehr gut in Steingärten. Bei uns im Stephanusgarten waren sie bis Ende Mai am Rand der Wildblumeninseln (bei der Containerfläche) zu sehen.

Es gibt wilde Steinbrech-Arten, viele sogar. „Unserer“ ist allerdings eine Zuchtform, wahrscheinlich ein Hybride. Ich tippe auf Saxifraga ×arendsii.

Wenn es ihm gut geht, bildet der Moos-Steinbrech dicke, krautige Polster aus gefiederten, dicken Blättern. Daher wohl der Name. Soll im Winter grün bleiben. Da es bisher recht trocken war, lässt er sich heuer noch etwas Zeit. Beim Gartenratgeber.net liest man, er braucht bei Trockenheit doch einiges an Wasser, sei aber sonst robust.


Drücken wir ihm die Daumen!