„Miere, MIERE??? War das nicht dies Unkraut?“

Halt, Stopp! Denn erstens … (längliche Argumentation zu Unkraut, Beikraut und Wildkraut hinzudenken)

… und zweitens ist das hier nicht die Vogelmiere, an die Ihr vielleicht jetzt denkt, sondern ihre Verwandte, die Große Sternmiere (stellaria holostea). Und die ist wunderschön, findet Ihr nicht? Ein Meer von großen weißen Blüten auf einem Teppich von hellem Grün, aus der Entfernung einem Gras nicht unähnlich.

Die große Sternmiere wird den Nelkengewächsen zugeordnet. Ihr findet sie an der Nordseite des Stephanusgartens auf dem Wall unter den Büschen. Sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch eine wichtige Nahrungpflanze für die Raupen verschiedener Nachtfalterarten, etliche davon gefährdet, wie der nach dieser Pflanze benannte Sternmieren-Blattspanner (Euphyia biangulata).