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Im Stephanusgarten haben wir bei der Gartengestaltung 2018 zwei Friesenwälle integrieren lassen: einen niedrigen entlang des Eingangsbereichs von der Lutterothstraße in sonniger Lage sowie einen höheren zum Ausgang Richtung Eidelstedter Weg in Schattenlage unter der großen Platane.

Unlängst fragte uns ein Besucher warum der Friesenwall eigentlich so heißt? Gute Frage. Wir mutmaßten und kündigten an, das mal genauer zu recherchieren. Letztlich kam heraus, was wir vermuteten: In Ermangelung von Holz wurden in Friesland die zahlreichen Steine – oft aus den Feldern – verwendet, um Begrenzungen rund um Grundstücke zu errichten. Auch heute noch sieht man viele Friesenwälle in Küstennähe als schmückende Umrandungen von Gärten.

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Als Trockenmauer werden die Steine lose übereinander gelegt. Es wird kein Mörtel oder ähnliches verwendet, was die Zusammensetzung der Steine zu einem Puzzlespiel macht. In sonniger Lage ist so eine Steinmauer ein beliebter Aufenthaltsort für Kleintiere, neben Käfern z.B. auch Salamander. Letztere sind im Stephanusgarten leider bisher nicht gesichtet, wäre sicherlich auch zu gefährlich mit den vielen Autos drumherum.


Weitere Informationen und eine Anleitung zum Bau eines Friesenwalls gibt es im Magazin „Mein schöner Garten“.