Beinwell ist eine alte Heilpflanze, was man an ihrem Namen schon erkennen kann. Der ist eine „Zusammensetzung aus ↗Bein ‘Knochen’ (s. d.) und mhd. nhd. wellen, obd. wallen ‘heilen’, eigentlich ‘zusammenwachsen’ und damit wohl im Sinne von ‘(sich) wogend bewegen’“ („Beinwell“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Beinwell>, abgerufen am 17.05.2020). Er wird heute noch verwendet. Eine recht bekannte pflanzliche Schmerzsalbe verwendet Extrakt aus der Wurzel als Wirkstoff.

Es gibt verschiedene Unterarten der Gattung Beinwell (Symphytum). Ich bin nicht ganz sicher, welche die ist, die auf dem Wall im Stephanusgarten wächst und gerade blüht.

Der Echte Beiwell (Symphytum officinalis) kommt in Hamburg sogar wild vor. Das Exemplar im Bild hier habe ich vor einigen Jahren mal im Hafen entdeckt. Leider sind die Nahaufnahmen damals nichts geworden, aber ich denke, man kann erkennen, dass die Blüten recht einheitlich purpur bis violett sind (es gibt wohl auch gelbe Varianten). Typisch sind die schneckenartig aufgewickelten Blütenstände, die sich mit der Zeit entfalten. Die Laubblätter sind groß, lanzettförmig und leicht behaart.

Echter Beinwell am Wasser

„Unsere“ Pflanze unterscheidet sich vom Echten Beinwell doch deutlich. Die Laubblätter sind etwas heller, die Blüten starten rosa und wechseln später zu blauviolett. Ich vermute, es handelt sich um eine Hybride aus Echtem und Rauem Beinwell, die als Futtermittel und zur Arzneimittelherstellung gezüchtete Art Futter-Beinwell (Symphytum × uplandicum).

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